Beim Waldtag der Klasse 6b am 11.6.18 erlebten die Schülerinnen und Schüler des Heinrich-von-Zügel-Gymnasiums mit Förster Andreas Schlär und den Lehrern Dr. Jürgen Oelschläger und Theresa Bilharz einen interessanten Vormittag, an dem an verschiedenen Stationen der Lebensraum Wald entdeckt wurde.

Dass man mit einfachen Naturmaterialien eine Seifenkiste bauen kann, erfuhr die Klasse 6b an der Station mit Förster Andreas Schlär. Mit selbst gesägten Hölzern, die von gefällten Bäumen stammten, machten sich die Schülerinnen und Schüler an das Zusammennageln und Verschrauben der einzelnen Elemente zur Seifenkiste. Diese musste beim großen Rennen zwar häufiger zum Boxenstopp, was jedoch die Freude der Schülerinnen und Schüler über ihr Endprodukt nicht einschränkte. „Fast wie ein Lamborghini“, meinte ein Schüler, bevor er sich zur Probefahrt aufmachte und sich von zwei Mädchen anschieben ließ, die mit ihrer Muskelkraft für ausreichend Pferdestärken sorgten.

Stark beindruckend fanden andere Schülerinnen und Schüler das Felsenmeer, in dem große Felsbrocken sich weit in die Höhe erheben und fast schon etwas geheimnisvoll wirken. Fasziniert machten sich die Schülerinnen und Schüler an dieser Station an das Skizzieren der Felsformation und an die Bestimmung der Steinart, um schließlich das Ganze nicht nur auf dem Blatt Papier zu entdecken, sondern auch indem die eigenen Kletterkünste unter Beweis gestellt wurden.

Mathematische Künste waren an der Station gefragt, an der es um die die Bestimmung der Höhe, des Gewichts und des Wertes eines Baums ging. Mit einem Stock in Armlänge einer Schülerin, mit einem Maßband und mit einer mathematischen Formel wurde die Stockpeilung durchgeführt, der Umfang eines Baumstammes gemessen und Gewicht und Wert des Baumes ausgerechnet. „Meinen Wert kann man nicht mit einer solchen Formel bestimmen“, wusste eine Schülerin lachend und kam schließlich zu dem Ergebnis, dass der Wert des Menschen wohl kaum mit solch einer Formel zu berechnen sei.

Um gelappte, gebuchtete, herzförmige und gefingerte Blätter ging es an der letzten Station, an der anhand gesammelter Blätter die Baum- und Strauchart bestimmt wurde.

„Es war ein abwechslungsreicher Vormittag in der Natur“, resümierte ein Schüler. „Mir hat es gut gefallen“, ergänzte eine Schülerin, was deutlich machte, dass der Vormittag bei allen Beteiligten gut ankam. Schließlich blieb noch die Sorge einer Schülerin: „Wie kommt unsere Seifenkiste zu uns an die Schule?“