Am 25.01.2018 fuhren die 4-stündigen Französisch-Kurse von Frau Boizo und Frau Ostkamp nach Straßburg, um das dortige Europaparlament zu besuchen. Mit 14 Schülern und 2 Lehrern im Gepäck fuhr der Schuster-Bus um 06:30 Uhr am Parkplatz des HVZG los, was nicht zur Freude aller Schüler beitrug. Die über drei Stunden andauernde Fahrt gab ihnen aber die Möglichkeit, die eine oder andere Stunde Schlaf nachzuholen.

 

In Straßburg angekommen, musste man erstmal die Strecke zum Europaparlament zu Fuß bewältigen. Dort wurden wir von einer Führerin erwartet, die uns im Europaparlament begleitete und uns alle möglichen Fragen beantwortete. Zuerst besuchten wir den Plenarsaal, in dem normalerweise die Abgeordneten sitzen. An diesem Tag jedoch fand die "EuroScola" statt, bei der europäische Schulen aus über 10 EU-Ländern vertreten waren. Die Schüler dürfen dabei erfahren, wie ein Abgeordneter im Europaparlament arbeitet. Dazu gehören die Sitzungen, die Ausschüsse zu den verschiedenen Themen wie die Migrationspolitik oder die Wirtschaftspolitik, die Abstimmungen über die Resultate und viele Gespräche mit den anderen Abgeordneten. Abschließend dazu durften die Schüler einem Abgeordneten in Brüssel via Skype Fragen zu allen möglichen Themen stellen, wie zum Beispiel zu den Handelsbeziehungen zu Großbritannien nach dem Brexit, die dieser präzise und ausführlich beantwortete.

Da an diesem Tag sowie an jedem anderen Sitzungstag über 20 Sprachen gesprochen werden, müssen diese für die anderen Abgeordneten übersetzt werden. Daher werden im Europaparlament um die 500 Dolmetscher beschäftigt. Unsere Führerin führte uns daher in den Beruf des Dolmetschers ein und erläuterte uns dessen Aufgabenfeld und die benötigten Kompetenzen. Leider mussten wir erfahren, dass drei oder sogar vier Sprachen zu sprechen (was bei uns nicht so viele können) im Parlament was ganz Normales ist und mindestens fünf Sprachen pro Sprecher benötigt werden.

Bei der abschließenden Stadttour, die mit freiem Programm belegt war, zogen die Schüler in Kleingruppen los, um sich etwas zu essen zu kaufen oder ein Mitbringsel für die Eltern zu besorgen. Der traditionelle Flammkuchen wurde von ein paar Schülern probiert, und sie wurden nicht enttäuscht. Das Straßburger Münster konnte man sich natürlich auch nicht entgehen lassen, da es neben den europäischen Institutionen das zweite Wahrzeichen der Stadt ist. Nach drei Stunden Rückfahrt kamen wir erschöpft vom vielen Laufen gegen 20:30 Uhr wieder am HVZG an.

Uns allen hat es sehr gefallen, und wir hoffen, dass noch viele andere Generationen von Schülern diese schöne Stadt besichtigen werden und können.

Wir bedanken uns bei Herrn Schuster, der uns sicher nach Straßburg gebracht hat, Frau Boizo und Frau Ostkamp, die uns dorthin begleitet haben, und beim Freundeskreis und Elternbeirat, die diese Exkursion bevorschusst haben.

Bericht: Julia Selig und Arthur Rannaud